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Gedanken zum Monat

Naturgeister, Wirkkräfte in der Natur im Januar

Winterruhe

Januar

 Einkehr, Stille, Starre zwischen Vergangenheit und Zukunft

- Schattenschau-  

Im Januar befinden wir uns im Hauch zwischen gestern und morgen, in der Stille, im Jetzt... im Urschlund der Hollewelt.
Mit dem Vollmond am 03. enden die Rauhnächte, vollendet sich der Zyklus, der am 06. Dezember begann.
Am 06. Januar 
haben eine Verabredung mit unserer Urmutter in uns:) Am Tag der Holle gehen wir an ihre Plätze, verbinden uns mit ihrer Urkraft, schauen in die Tiefe, lassen uns fallen in den Urdbrunnen, holen das Licht, das innere Phönixfeuer aus der Urtiefe unseres Seins.
Dies ist ein heiliger Tag des Räucherns der Stille.



Urmutter

Der Januar ist die Zeit des Fastens, der Reinigung, der Innenschau. Wissende, Druiden, Kräuterweiber gehen in die Einsamkeit, die Zeichen für den kommenden Zyklus zu lesen.

Der Januar steht für Stille, Starre, es gibt nichts zu tun, im Außen.
Im Innen reifen die Samen für morgen, Ideen und Gedanken formen, verdichten sich, noch nebelhaft.
In der Natur ist alles reduziert auf das Wesentliche, an klaren Tagen kann man viel tiefer in den Wald, viel weiter über die Hügel sehen.
An anderen Tagen legen Erlkönigs Töchter ihren Schleier über die Erde und niemand geht wirklich gern hinaus, hinein in diesen magisch anmutenden Dunst, den eisig grauen Winterhauch.

Eine gute Zeit in sich zu gehen, sich "scheinbar"auszuruhen, sich der eigenen Basis zu widmen.
Die innere Arbeit, die Transformation des Phönix kann nur erfolgen in absoluter Stille im Außen. Sie bildet die existentielle Basis für alles Folgende. Worauf baue ich, habe ich ein stabiles Fundament? Gibt es Löcher, wo kommt es zu Energieverlust? Worauf kann ich bauen? Besinn Dich auf Deine Essenz, Deine Stärken.

 

 

christrose

Jetzt blüht die Christrose.
Hier auf dem Bild haben wir 
die schwarze Nieswurz Helleborus niger. 
Gesammelt werden jetzt die Blüten, Blätter und Wurzeln.
Im Zauberglauben hat die schwarze Neiswurz hohes Ansehen für Elexiere zur Erhaltung der Jugend.
Die weiße Nieswurz, Veratrum alba findet als Narkotium Verwendung in Räuchermitteln und Hexensalben.



Holler

Zum Neumond im Januar ist die rechte Zeit, den Holler zu schneiden.

Gehe dafür 14 Tage vorher, also zum Vollmond am 03. 01. zum Strauch und bring der Holda Deine Gaben. Bringe Ihr zum Tag der Holle Milch, Körner, Nüsse, Brot und Kupferlinge, auch gern ein Schälchen Salz.
Zeige dem Strauch mit einer Bewegung, wo genau der Schnitt angesetzt wird und bitte ihn, bis dahin seine Kräfte zurück zu ziehen. Sei dankbar, ehrerbietig, geh mit offenem Herzen hin zur Holle.
Bedenke, sie blickt in Deine Seele, sie wird Dich dereinst geleiten in ihr Reich...
Zum Vollmond dann gehe einen Abend vor dem Schnitt noch einmal zum Elder, verneige Dich vor seiner uralten Weisheit und Kraft. Gib von Deinen Speisen den ersten und den letzten Bissen.

Den Schnitt setze an zuvor gezeigter Stelle. Gib die abgeschnittenen Zweige in den Kreislauf zurück.
Bring sie in den Wald, gib sie klein geschnitten zum Kompost, aber niemals niemals verbrenne Hollunder.
Warum? Nun darüber sprechen wir im Kreis und ja wir tauschen ein in die alten Märchen und Daseinformen der Holda, der Holle unserer Urmutter.

Haselwinter

Und ja, jetzt zum Neumond ist die rechte Zeit, seine Wünschelrute oder auch seinen Stab zu schneiden.
Die Zauberrute, Glücksgertel werden gern geschnitten vom Hasel, der Erle, der Weide, dem Kreuzdorn, der Linde, je nach Kraft die Ihr erwecken und zu nutzen gedenkt. 

Den zweifach umwundenen magischen Stab zu finden und zu schneiden bedarf es, wie kann es anders sein, wohl bedachter ritualler Vorgehensweise. Dieses Wissen zu Erinnern, fest in Eurem Sein zu verankern ist ein Teil unseres Wirkens im Schwesternkreis.

Völvastab